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Pädiatrische Gliome

Molekulare Mechanismen und translationale Therapien in hochgradigen Gliomen

AG Neyazi

Die Arbeitsgruppe um Dr. Sina Neyazi widmet sich den pädiatrischen hochgradigen Gliomen – aggressive Hirntumoren im Kindesalter wie diffuse Mittelliniengliome (DIPG) und kindliche Glioblastome, für die es bislang kaum Heilungschancen gibt. Trotz Fortschritten bei der Entschlüsselung der biologischen Veränderungen in diesen Tumoren fehlen bisher wirksame Behandlungsansätze. Die AG erforscht die molekularen Eigenschaften hochgradiger Gliome anhand innovativer Untersuchungen an Tumorproben und in Patienten-abgeleiteten Modellen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Veränderungen des Stoffwechsels, die die unkontrollierte Vermehrung und Ausbreitung der Krebszellen ermöglichen. Zudem untersucht die Arbeitsgruppe welchen Einfluss bestimmte Veränderungen im Erbgut der Krebszellen auf die Entstehung und das Therapieansprechen von hochgradigen Gliomen haben. Ziel ist es, diese aggressive Erkrankung besser zu charakterisieren und innovative Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.


Profil

Nach dem Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover promovierte Sina Neyazi an der Universität Halle auf dem Gebiet der kindlichen Leukämien, gefördert durch ein Stipendium der Deutschen Krebshilfe. Anschließend begann sie ihre ärztliche Tätigkeit an der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Parallel dazu forschte sie am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum, unterstützt durch ein Clinician Scientist Stipendium des Universitären Cancer Center Hamburg, an der Entstehung und Klassifizierung kindlicher Hirntumoren.

Im Jahr 2022 folgte ein dreijähriger Aufenthalt als Postdoktorandin am Dana-Farber Cancer Institute und dem Boston Children’s Hospital der Harvard Medical School (Boston, USA), der durch das Walter Benjamin-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. Während ihres Forschungsaufenthalts untersuchte Sina Neyazi pädiatrische hochgradige Gliome mittels innovativer hoch-auflösender molekularer Methoden und entschlüsselte dabei Veränderungen in Signalwegen und auf Stoffwechselebene der Krebszellen. Auf der Grundlage ihrer Arbeit konnte eine zielgerichtete Therapie für Patienten mit bestimmten Erbgutveränderungen innerhalb der Tumorzellen entwickelt werden, die bereits in klinischen Studien angewandt wird.

Seit ihrer Rückkehr 2025 setzt Sina Neyazi ihre klinische Tätigkeit in der Kinderonkologie fort und etabliert seit 2026 eine eigene Arbeitsgruppe am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum.

Drittmittel

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Ausgewählte Publikationen

[1] Mayr L*, Neyazi S*, Schwark K*, Trissal M*, et al. Effective targeting of PDGFRA-altered high-grade glioma with avapritinib. Cancer Cell. 2025;43(4):740-756.e8. doi:10.1016/j.ccell.2025.02.018

[2] Neyazi S*, Yamazawa E*, Hack K*, et al. Transcriptomic and epigenetic dissection of spinal ependymoma (SP-EPN) identifies clinically relevant subtypes enriched for tumors with and without NF2 mutation. Acta Neuropathol. 2024;147(1):22. doi:10.1007/s00401-023-02668-9

[3] Al-Kershi S*, Bhayadia R*, Ng M*, et al. The stem cell-specific long noncoding RNA HOXA10-AS in the pathogenesis of KMT2A-rearranged leukemia. Blood Adv. 2019;3(24):4252-4263. doi:10.1182/bloodadvances.2019032029

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

noch keine Angaben

Dr. med. Sina Neyazi

Arbeitsgruppenleiterin, Ärztin
040 / 42605-1224
Dr. Sina Neyazi
„Hirntumoren bei Kindern, wie die hochgradigen Gliome, sind ein Bereich, in dem wir noch sehr viel erreichen müssen. Unser Ziel ist es, diese aggressiven Tumoren besser zu verstehen, mögliche Schwachstellen zu finden – und so Grundlagen für wirksamere und individuellere Therapien zu entwickeln."
Dr. Sina Neyazi
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Das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg wurde 2006 von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. gegründet und finanziert sich aus Spenden und eingeworbenen Forschungsgeldern.
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