15 Jahre Kinderkrebs-Forschung

Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher zu Gast im Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg

15 Jahre Kinderkrebs-Forschung

15 Jahre Kinderkrebs-Forschung

Im Rahmen des heutigen Institutsrundgangs gratulierte der erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, dem Team zu den Forschungserfolgen der vergangenen 15 Jahre. Prof. Dr. Martin Horstmann, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts, nahmen die Glückwünsche entgegen und stellte die Arbeiten der Forschungsgruppen vor. „Das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg leistet Pionierarbeit und zählt heute zu den größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland“, würdigte der Erste Bürgermeister die Arbeit des Instituts. "Durch die enge Zusammenarbeit mit dem UKE können die Forschungsergebnisse unmittelbar in der Klinik genutzt und die Behandlungsmöglichkeiten für junge Patientinnen und Patienten verbessert werden. Ich danke der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und allen Unterstützerinnen und Unterstützern sehr herzlich für dieses besondere Engagement. Ich wünsche den Forschungsteams weiterhin viel Erfolg und sage „Herzlichen Glückwunsch“ zum 15-jährigen Jubiläum!“

Kinderkrebs: mehr Heilungszahlen, weniger Nebenwirkungen
„80 Prozent aller an Krebs erkrankten Kinder können mittlerweile geheilt werden – das ist ein großer Erfolg der vergangenen Jahrzehnte, der vor allem der Forschung zu verdanken ist“, führte Prof. Dr. Martin Horstmann im Rahmen des Besuchs weiter aus. „Die hohe Zahl der geheilten Kinder darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir neue, wirksamere Therapien brauchen, die die effektiven, aber aggressiven Chemotherapien ersetzen. Nur so können wir Nebenwirkungen und Spätfolgen verringern und das Überleben aller an Krebs erkrankten Kinder sichern. Unsere Vision für die nächsten Jahre lautet: Gemeinsam mit der globalen Wissenschaftscommunity wollen wir es schaffen, alle an Krebs erkrankten Kinder zu heilen – ohne Nebenwirkungen und Spätfolgen.“

Heilung, wenn kaum Hoffnung besteht
Große Hoffnung setzt das Institut unter anderem auf die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie. Wenn nach der Behandlung mit etablierten Methoden ein Rückfall auftritt, konnte bisher den allermeisten Kindern nicht mehr geholfen werden. Mit der neuen CAR-T-Zell-Therapie kann auch in dieser verzweifelten Situation noch in etwa zwei Drittel der Fälle die Leukämie behandelt werden. Der neunjährige Hannes, den der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher bei seinem Rundgang kennenlernen durfte, hat das Down-Syndrom und erhielt im Februar 2018 zusätzlich die Diagnose Leukämie. Im Sommer 2021, nach zweijähriger Chemotherapie, wurde Hannes mit den CAR-T-Zellen erfolgreich behandelt. Hannes‘ Mutter berichtete dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher von dem erfolgreichen Verlauf der CAR-T-Zelltherapie für ihren Sohn und hofft auf weitere Therapieoptionen für erkrankte Kinder: „Das, was wir erlebt haben, hat mir gezeigt, wie wichtig die gezielte Erforschung von Krebs im Kindesalter ist und welche große Bedeutung die Forschung für die Behandlung von Kindern hat. Diese neuartige Therapie hat meinem Sohn das Leben gerettet. Ich hoffe sehr, dass alles dafür getan wird, dass viele weitere an Krebs erkrankte Kinder geheilt werden können.