Die Forschung von Dr. Marius Mader wird mit 1,5 Millionen Euro vom European Research Council gefördert.
4. September 2025

ERC-Förderung: 1,5 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Zelltherapien gegen kindliche Hirntumore

Das Forschungs-Projekt REPLACE-TAM von Dr. Marius Mader, Arbeitsgruppenleiter am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, wird durch einen renommierten European Research Council (ERC) Starting Grant mit 1,5 Millionen Euro gefördert.

Hirntumore vom Typ hochgradiges Gliom gehören zu den tödlichsten Krebserkrankungen bei Kindern. Trotz intensiver Behandlungen gelten diese Tumore bislang als unheilbar. Ein Grund dafür: Bestimmte Immunzellen im Gehirn – sogenannte Makrophagen und Mikroglia – unterstützen das Tumorwachstum und bremsen die Abwehrkräfte des Körpers.

Das Team um Mader will das nun ändern. Im Projekt REPLACE-TAM entwickeln sie einen völlig neuen Therapieansatz: Schädliche Immunzellen im Gehirn werden gezielt entfernt und durch neue Spenderzellen ersetzt. Diese erneuerten Zellen können so verändert werden, dass sie dem Tumorwachstum entgegenwirken und bösartige Krebszellen aktiv bekämpfen. Damit eröffnen sich erstmals Perspektiven für eine innovative Zelltherapie, welche die Tumorumgebung grundlegend verändern und somit betroffenen Kindern eine echte Chance auf eine wirksame Behandlung geben könnte.

Finanzieller Anschub für vielversprechende Forschung

Mader ist einer von insgesamt 478 Forscherinnen und -forscher aus ganz Europa, die der European Research Council (ERC) für die diesjährigen Starting Grants ausgewählt hat. Mit einem Gesamtvolumen von 761 Millionen Euro fördern diese Stipendien exzellente Nachwuchsforschung in verschiedenen Bereichen, darunter Natur- und Ingenieurwissenschaften, Biowissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Förderung soll Forschenden zu Beginn ihrer Karriere helfen, eigene Projekte zu starten, Forschungsteams aufzubauen und ihre vielversprechendsten Ideen zu verfolgen.

Marius Mader ist als Arzt an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig und leitet seit 2024 eine Forschungsgruppe am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg. Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Gruppe liegt auf Immunzellen des zentralen Nervensystems – insbesondere auf myeloiden Zellen und deren Bedeutung bei Hirntumorerkrankungen – sowie auf der Entwicklung neuartiger Zelltherapien für das Gehirn. Zukunftsweisende Forschung, die dank des ERC Grants vorangetrieben werden kann.

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