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Die AG Schüller beschäftigt sich mit der Entstehung, der Klassifikation und der Behandlung kindlicher Gehirntumoren. Ziel ist es unter anderem, die molekularen Mechanismen hinter der Erkrankung besser zu verstehen, um neue therapeutische und diagnostische Ansätze zu finden und diese Erkenntnisse möglichst rasch in die Klink zu transferieren.

Aber auch der klinische Alltag wirft immer wieder Fragen auf, die das Team versucht, zu beantworten. Es vergeht kein Tag, an dem Ulrich Schüller – der neben seiner Stiftungsprofessur zudem als Oberarzt am Institut für Neuropathologie (UKE) arbeitet -  nicht im Austausch steht mit der HIT-MED-Studienzentrale oder mit anderen ärztlichen Kollegen aus Kinderklinik, Neurochirurgie und anderen Disziplinen. Großen Praxisbezug hat auch sein aktuelles Forschungsprojekt. Es zielt darauf ab, anhand leicht zugänglicher Hirnwasserproben möglichst exakte Informationen zur Molekularbiologie von Hirntumoren zu erhalten. So können z.B. auch Patienten mit inoperablen Tumoren zu einer exakten Diagnose und maßgeschneiderten Therapie kommen. Für die Zukunft wünscht sich Ulrich Schüller noch bessere nationale und internationale Vernetzung, um neue Behandlungen noch erfolgreicher zu erforschen. Das ist gerade bei Hirntumoren sinnvoll, weil es besonders viele unterschiedliche Arten mit oft wenig Patienten pro Tumor gibt.Mehr Infos über die AG Schüller gibt es hier

Heute fand im Vorfeld des ´20. International Symposium on Pediatric Neuro-Oncology´ (ISPNO) unser Pressegespräch “Hirntumoren. Herausforderung in der Kinderkrebsforschung“ statt. Prof. Dr. med. Stefan Rutkowski, Prof. Dr. med. Ulrich Schüller und Prof. Dr. med. Till Milde sprachen in der hybrid umgesetzten Veranstaltung mit regionalen und überregionalen Medienvertretern über den Status Quo und den need in der Hirntumorforschung. Betont wurde eine Verstärkung der translationalen Zusammenarbeit und damit verbunden eine Ausweitung der finanziellen Förderung.

Hirntumore sind die häufigste Todesursache unter allen Krebserkrankungen im Kindesalter. In Deutschland können ein Drittel der Kinder mit einem Hirntumor nicht geheilt werden. „Es besteht großer Bedarf für die Entwicklung zielgerichteter Therapien durch präklinische Forschung – vor allem im Bereich der Hirntumorentitäten“, betonte Prof. Dr. med. Stefan Rutkowski, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). „Optimierte Therapieformen, die anhand von Forschungsergebnissen entwickelt werden, können zur Behandlung der oftmals aggressiven, nicht heilbaren Erkrankungen beitragen.“ Wichtige Voraussetzung hierfür seien neben der Forschung kontrollierte klinische Studien mit ausreichenden Patientenzahlen für alle Hirntumorentitäten. Auch Nebenwirkungen und Spätfolgen sollten darin erfasst werden.

Dr. med. Ulrich Schüller, Arbeitsgruppenleiter Entwicklungsneurobiologie und Pädiatrische Neuroonkologie an unserem Forschungsinstitut stellte seine Forschung im Bereich kindlicher Hirntumoren exemplarisch vor. Seine Arbeitsgruppe liefert grundlegende Erkenntnisse zur Entstehung pädiatrischer Hirntumoren und versucht auf Grundlage dieser Kenntnisse neue zielgerichtete Therapien zu entwickeln. „Mit unseren Forschungsprojekten möchten wir Therapieerfolge und Tumorrezidive beobachten beziehungsweise frühzeitig erkennen und die Behandlung optimieren. Neben öffentlichen Geldgebern wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft oder die Deutschen Krebshilfe sind private Spenden für die Kinderkrebsforschung unverzichtbar,“ betonte Schüller.

Wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Labor in die Klinik übertragen werden, erläuterte Prof. Dr. med. Till Milde, Gruppenleiter Translationale Hirntumormodelle am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), am Beispiel der Entwicklung neuer Therapie-Ansätze bei niedrig-gradigen Gliomen des Kindesalters, die bei Kindern die Gruppe der häufigsten Tumore des Gehirns oder Rückenmarks darstellen. Auch auf die derzeitigen Engpässe in der translationalen Forschung ging der Experte ein: „Um neue Therapieansätze erfolgreich zu den Patienten zu bringen, brauchen wir zum einen die bauliche und personelle Integration von Forschung und Klinik. Zum anderen ist aber auch die Etablierung und Förderung von explizit translationalen Strukturen in der Präklinik sowie in der klinischen Versorgung absolut notwendig.“

Die ISPNO – der weltweit bedeutendste Kongress für kindliche Hirntumoren – findet vom 12. bis 15. Juni 2022 erstmals in Deutschland (Hamburg) statt.

 

+++ Die Bewerbungsfrist ist beendet.+++Herzlichen Dank für die zahlreichen Bewerbungen, die bei uns eingegangen sind. +++Bewerbungsfrist beendet. Die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e. V. schreibt zum fünften Mal im Rahmen des Juli-Harnack-Programms zur Nachwuchsförderung vier Stipendien für Medizindoktorand:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg aus, die ein Promotionsprojekt am Kinderkrebs-Zentrum Hamburg oder der Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie bearbeiten möchten. Projekte werden aus unseren Schwerpunktbereichen

zur Auswahl gestellt. Das monatlich Stipendium beträgt 1.000 € und hat eine Laufzeit von 12 Monaten beginnend am 01.10.2022.

Myxopapilläre Ependymome (MPE) sind spinale Tumoren, die in allen Altersklassen vorkommen. Viele Patienten erleiden im Laufe der Zeit ein Rezidiv und müssen sich einer erneuten Operation oder einer Bestrahlung unterziehen. Das Rezidivrisiko vorherzusagen und die Nachbeobachtung der Patienten dementsprechend anzupassen, war jedoch bislang kaum möglich. Dem Team von Prof. Schüller am Kinderkrebszentrum ist es anhand einer Kohorte von annähernd 200 Patienten jetzt erstmals gelungen, histologische und molekulare Merkmale zu identifizieren, die das Progressrisiko gut vorhersagen. An der Studie, deren Ergebnisse jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Neuro-Oncology publiziert wurden, haben sich nicht nur zahlreiche nationale, sondern auch internationale neuroonkologische Zentren beteiligt. Hauptverantwortlich war dabei Dr. Michael Bockmayr vom Kinder-UKE, der auch am Forschungsinstitut Kinderkrebszentrum forscht und im Rahmen des Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums gefördert wird. Für die pädiatrischen Patienten sind vor allem Daten mit in die Studie eingeflossen, die an der HIT-MED Studienzentrale in Hamburg unter der Leitung von Prof. Rutkowski erhoben wurden. Die Tumoren wurden nicht nur histologisch, sondern auch epigenetisch und bzgl. ihrer Genexpression untersucht, bevor diese Daten mit dem klinischen Verlauf der Patienten korreliert wurden. Leider waren es vor allem die pädiatrischen Patienten, die ein kürzeres Progression-freies Überleben aufzeigten. Ziel ist es jetzt, die Nachbeobachtung der Patienten dieser neuen Risikostratifizierung anzupassen und klinische Studien aufzusetzen, die evaluieren, inwieweit die Patienten mit einem Hochrisikotumor von einer adjuvanten Therapie profitieren. Die Originalpublikation ist hier einzusehen:

Comprehensive profiling of myxopapillary ependymomas identifies a distinct molecular subtype with relapsing disease | Neuro-Oncology | Oxford Academic (oup.com)

Die Graphik zeigt die Unterschiede der Tumoren mit höherem Rezidivrisiko (SP-MPE-A, gelb) und geringerem Rezidivrisiko (SP-MPE-B, violett). Abgebildet sind Unterschiede innerhalb der globalen DNA Methylierungsprofile, wobei jeder Punkt einem Tumor entspricht. Punkte, die näher beieinander liegen, haben eine ähnlichere Epigenetik. Die Untersuchung der Epigenetik lässt daher Rückschlüsse auf das Rezidivrisiko der Patienten zu.

Rhabdoide Tumoren (RT) sind seltene, sehr aggressiv wachsende Tumor‎en, die bei Kindern in den ersten zwei Lebensjahren auftreten und sowohl das Gehirn (intra-), als auch andere (extrakranielle) Organsysteme (Niere, Weichteile) befallen können. Trotz weitgehender genetischer Homogenität werden die RT in vier Untergruppen eingeteilt (ATRT-TYR, -MYC, -SHH, -SMARCA4). Ihre Behandlung stellt die Ärzte z.T. vor große Herausforderungen, da die gängigen Therapien, wie z.B. Bestrahlung, aufgrund der Körpergröße und des Lebensalters mit hohen Nebenwirkungen verbunden sind. Um neuen, effektiven Therapien den Weg zu ebnen, ist das Ziel der Forschung, Entstehung und Biologie der Tumoren möglichst vollumfänglich zu verstehen. Hierzu gehört auch die wichtige Frage des anatomischen oder zellulären Ursprungs. Nur so lassen sich Modelle entwickeln, an denen Tumorentwicklung beobachtet oder aber neue Substanzen auf Ihre Wirksamkeit getestet werden können. Gemeinsam mit Forschern der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin /Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Uniklinik Münster konnte Professor Dr. Ulrich Schüller in einer aktuellen Publikation in Nature communications für die Subgruppe der ATRT-MYC-Tumoren ein gemeinsames genetisches Programm identifizieren und erstmals Hinweise dafür sammeln, dass die Tumoren ihren Ursprung in fetalen primordialen Keimzellen haben könnten. Darüber hinaus ist es den Forschern in Modellen gelungen, einen vielversprechenden Therapie-Ansatz – den DNA-Methyltransferase-Inhibitor – zu entdecken, der zukünftig sowohl bei der MYC- als auch bei der SHH-Untergruppe zum Einsatz kommen könnte. „Durch diese gemeinsame Forschungsarbeit mit der Uniklinik Münster konnten wir mithilfe spezifischer Modelle sowie der Einzelzell-Transkriptomatik potenzielle Ursprungszellen von MYC-rhabdoiden Tumoren identifizieren und die klinische Relevanz von DNA-Methyltransferase-Inhibitoren als mögliche Therapieoption testen“, bestätigt Prof. Dr. Ulrich Schüller.

Hier geht es zur aktuellen Publikation

Dr. Sina Neyazi aus der AG Schüller hat auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin den Selma-Meyer-Dissertationspreis verliehen bekommen. Dieser Preis ist ein Andenken an die jüdische Kinderärztin Selma Meyer, die 1927 als erste Frau zur außerordentlichen Professorin für Kinderheilkunde ernannt wurde. Mit ihm zeichnet die DGKJ eine „zukunftsorientierte pädiatrische Promotionsarbeit“ aus. Sina Neyazi studierte in Hannover, promovierte an der MHH und der Universität Halle-Wittenberg. In ihrer Dissertation entschlüsselte sie die Rolle einer neuen nicht-kodierenden RNA in der Entstehung von akuten myeloischen Leukämien (AML) bei Kindern und legte damit den Grundstein für neue therapeutische Ansätze. Seit 2020 ist Sina Neyazi Assistenzärztin an der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE in Hamburg tätig und nimmt seit Januar 2021 an dem Clinician Scientist Programm des Forschungsinstituts teil.

Heute ist der Weltkinderkrebstag, der jährlich am 15. Februar stattfindet und die Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern sensibilisiert.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 2.000 Kinder bis zu ihrem 18. Lebensjahr an Krebs. Dank verbesserter Behandlungsmöglichkeiten können heute etwa 80 Prozent der Kinder geheilt werden. Aber auch wenn sich die Überlebenschancen gebessert haben - die Erkrankung ist und bleibt eine extreme Belastung für das Kind und seine Familie. Neben den z.T. starken Nebenwirkungen unter der Therapie und der Sorge vor Spätfolgen kommen psychosoziale Probleme auf die Familien zu, die ohne Unterstützung nur schwer zu stemmen sind.

Forschung ist die stärkste Waffe im Kampf gegen Krebs bei Kindern. Hier am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg forschen rund 50 MitarbeiterInnen - in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Pädiatrische und Hämatologische Onkologie am UKE - zu Themen, die in der Pädiatrischen Onkologie eine zentrale Rolle spielen: Leukämien, Hirntumore sowie Stammzelltransplantation und Immuntherapie. Die Vision: Eine Welt, in der Krebs bei jedem Kind heilbar ist - ohne Nebenwirkungen, ohne Spätfolgen.

#knackdenkrebs #knackdieletzten20

 

Die Mildred-Scheel-Nachwuchszentren (MSNZ) sind von der Deutschen Krebshilfe initiierte Förderprogramme, mit denen an verschiedenen Medizinischen Fakultäten – u.a. am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf/UCCH – der Aufbau nachhaltiger Strukturen zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses ermöglicht werden. Konkret haben es sich die Zentren zum Ziel gesetzt, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Onkologie zu stärken und so langfristig zu einer flächendeckenden Strukturverbesserung beizutragen. Im Rahmen eines Symposium haben Hamburger Forscher:innen nun die Möglichkeit, sich mit potentiellen Kooperationspartnern und -laboren aus dem Großraum Hamburg und Schleswig-Holstein zu vernetzen. Judith Niesen aus der AG Schüller ist Mitorganisatorin des Symposiums. „Ein gutes Netzwerk an Kooperationspartner ist für uns Forscher:innen immens wichtig – sowohl für aktuelle Forschungsprojekte als auch für zukünftige Ideen und die wissenschaftliche Karriereplanung und das Aufbauen eines Netzwerkes. Kooperationen können schneller dazu führen, Forschungsresultate aus dem Labor in die klinische Anwendung zu bringen. Dies wiederum ist zum großen Nutzen der Patienten:innen. Alle interessierten Forscher:innen sind eingeladen sich über mögliche Kooperationen zu informieren und über mögliche Zusammenarbeiten im Anschluss zu diskutieren.“

Join us for this exciting online event on February 10, 2022 via Zoom and meet & discuss with our research partners!

Zoom Meeting (expired)

Mit fünf Wissenschaftlern war die AG Schüller in diesem Jahr bei der international wichtigsten Tagung zur Neuroonkologie vertreten. Nachdem die Tagung 2020 pandemiebedingt ausgefallen war, konnten die neuesten Forschungsergebnisse dieses Mal wieder in Präsenz vorgetragen und diskutiert werden. Vor allem Entwicklungen zur Immunonkologie, zu Einzelzellsequenzierungen und zur funktionellen Interaktion von Hirntumorzellen untereinander und mit Nerven- und Gliazellen des ZNS waren prominente Themenkomplexe des Meetings. Die Forscher vom Kinderkrebszentrum, deren Reisen mitunter von der Fördergemeinschaft Kinderkrebszentrum unterstützt wurden, haben ihre Projekte zu Medulloblastomen, Glioblastomen und Ependymomen vorgestellt (alle Beiträge der Tagung unter https://academic.oup.com/neuro-oncology/issue/23/Supplement_6#1302913-6426833). Von dem Besuch der Tagung versprechen sich die Wissenschaftler auch neue Zusammenarbeiten mit Forschungsgruppen weltweit, die eigens nach Boston gereist waren.

Im Rahmen des heutigen Institutsrundgangs gratulierte der erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, dem Team zu den Forschungserfolgen der vergangenen 15 Jahre. Prof. Dr. Martin Horstmann, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts, nahmen die Glückwünsche entgegen und stellte die Arbeiten der Forschungsgruppen vor. „Das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg leistet Pionierarbeit und zählt heute zu den größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland“, würdigte der Erste Bürgermeister die Arbeit des Instituts. "Durch die enge Zusammenarbeit mit dem UKE können die Forschungsergebnisse unmittelbar in der Klinik genutzt und die Behandlungsmöglichkeiten für junge Patientinnen und Patienten verbessert werden. Ich danke der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und allen Unterstützerinnen und Unterstützern sehr herzlich für dieses besondere Engagement. Ich wünsche den Forschungsteams weiterhin viel Erfolg und sage „Herzlichen Glückwunsch“ zum 15-jährigen Jubiläum!“

Kinderkrebs: mehr Heilungszahlen, weniger Nebenwirkungen
„80 Prozent aller an Krebs erkrankten Kinder können mittlerweile geheilt werden – das ist ein großer Erfolg der vergangenen Jahrzehnte, der vor allem der Forschung zu verdanken ist“, führte Prof. Dr. Martin Horstmann im Rahmen des Besuchs weiter aus. „Die hohe Zahl der geheilten Kinder darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir neue, wirksamere Therapien brauchen, die die effektiven, aber aggressiven Chemotherapien ersetzen. Nur so können wir Nebenwirkungen und Spätfolgen verringern und das Überleben aller an Krebs erkrankten Kinder sichern. Unsere Vision für die nächsten Jahre lautet: Gemeinsam mit der globalen Wissenschaftscommunity wollen wir es schaffen, alle an Krebs erkrankten Kinder zu heilen – ohne Nebenwirkungen und Spätfolgen.“

Heilung, wenn kaum Hoffnung besteht
Große Hoffnung setzt das Institut unter anderem auf die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie. Wenn nach der Behandlung mit etablierten Methoden ein Rückfall auftritt, konnte bisher den allermeisten Kindern nicht mehr geholfen werden. Mit der neuen CAR-T-Zell-Therapie kann auch in dieser verzweifelten Situation noch in etwa zwei Drittel der Fälle die Leukämie behandelt werden. Der neunjährige Hannes, den der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher bei seinem Rundgang kennenlernen durfte, hat das Down-Syndrom und erhielt im Februar 2018 zusätzlich die Diagnose Leukämie. Im Sommer 2021, nach zweijähriger Chemotherapie, wurde Hannes mit den CAR-T-Zellen erfolgreich behandelt. Hannes‘ Mutter berichtete dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher von dem erfolgreichen Verlauf der CAR-T-Zelltherapie für ihren Sohn und hofft auf weitere Therapieoptionen für erkrankte Kinder: „Das, was wir erlebt haben, hat mir gezeigt, wie wichtig die gezielte Erforschung von Krebs im Kindesalter ist und welche große Bedeutung die Forschung für die Behandlung von Kindern hat. Diese neuartige Therapie hat meinem Sohn das Leben gerettet. Ich hoffe sehr, dass alles dafür getan wird, dass viele weitere an Krebs erkrankte Kinder geheilt werden können.

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