Die Einrichtung des Fonds zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses 2011 hat am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg zu einem deutlich erhöhten Engagement im Bereich der Ausbildung von Studenten geführt. Eine Masterarbeit und vier Bachelorarbeiten wurden abgeschlossen, zwei weitere Masterarbeiten sind zurzeit in der Bearbeitung. Diese Nachwuchsförderung ist nun für ein weiteres Jahr gesichert und wird mit der Einrichtung einer neuen Doktorandenstelle im Forschungsschwerpunkt "Kommunikation von Krebszellen" konsequent ausgebaut, denn die neue Doktorandin war jahrelang Studentische Hilfskraft im Forschungsinsitut und hat hier auch ihre Bachelorarbeit angefertigt.
Innerhalb des Schwerpunktes "Kommunikation von Krebszellen" werden die Signalübertragungsnetzwerke in Leukämiezellen charakterisiert. Signaltransduktionsprozesse sind von entscheidender Bedeutung für viele physiologische Prozesse wie Proliferation, Zellwachstum, Differenzierung, Motilität und Apoptose. In Krebserkrankungen sind fehlgesteuerte Signalwege im erheblichen Maße an der Tumorentstehung beteiligt. Die Charakterisierung Leukämie relevanter Signalnetzwerke hat daher eine große Bedeutung für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten bei der ALL.
Das Team von "Project Better World" (PBW), der gemeinnützigen Shell-Initiative, startete jetzt gemeinsam mit mehreren Shell-Tankstellen-Pächtern im Raum Hamburg diese Aktion und ergänzt damit die Laborpatenschaften, die Shell Deutschland im Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg seit 2008 übernommen hat.
In der ersten Phase nehmen die Shell-Stationen an der Fruchtallee und an der Königstraße an der Sammelaktion teil. Später sollen weitere Tankstellen dazu kommen.
Marcel Kyeck, PWB Shell, ist begeistert von dem Erfolg der Aktion: "Wir freuen uns sehr darüber, wie gut die Leergut-Pfandbon-Spendeoption an unseren Tankstellen angenommen wird. Viele unserer Shell-Kunden spenden ihre Pfandbons zur Unterstützung des Kinderkrebsforschungszentrums. Wir planen derzeit, diese Spendenoption noch an weiteren Tankstellen im Hamburger Raum anzubieten.
Und Frau Zelenika, Pächterin der Shell-Station Fruchtallee, sagte spontan zu, alle Spenden an ihrer Tankstelle zu verdoppeln.
Ein gelungener Start!
Neuroblastome sind bösartige solide Tumoren, die sich aus unreifen Zellen des symphatischen Nervengewebes bilden. Mit einem Anteil von 8 % der Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind sie die zweithäufigsten soliden Tumoren in dieser Altersklasse. 90% der Patienten sind jünger als 6 Jahre.
Das Neuroblastom zeichnet sich durch eine große genetische Vielfalt aus. Einige dieser molekulargenetischen Eigenschaften sind heute wichtige prognostische Parameter, um die Aggressivität des individuellen Tumors zu bestimmen und daraus resultierend die optimalte Therapie festzulegen. Viele der genetischen Veränderungen sind aber noch unzureichend verstanden. Es wird vermutet, dass jeder Subtyp, vielleicht sogar jeder individuelle Tumor durch ein einzigartiges Mutationsmuster geprägt ist.
Am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg untersuchen wir gemeinsam mit Dr. Peter Nollau (Zentrum für Diagnostik, UKE) wie sich diese molekulargenetischen Veränderungen auf das für die Zelle essentielle Kommunikationsverhalten auswirken. Durch eine umfassende Charakterisierung der Signalnetzwerke im Neuroblastom wollen wir die tumorbiologischen Prozesse im Neuroblastom besser verstehen und neue therapeutische Angriffspunkte in dieser Tumorerkrankung aufdecken.
Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Forschungsvorhaben seit 2009. Aufgrund der viel versprechenden Ergebnisse wurde jetzt die Verlängerung der Projektförderung um weitere zwei Jahre bewilligt.
Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft und Mitglied im Kuratorium der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg: "Was das Institut zur Krebserforschung für Kinder in unserer Stadt leistet, ist beachlich. Es geht neue, viel versprechende Wege, die Entstehung der Krankheit besser zu verstehen und damit auch erfolgreicher zu behandeln. Umso herzlicher gratuliere ich der Einrichtung, die von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. ins Leben gerufen wurde, zum fünfjährigen Jubiläum. Für die Zunkunft wünsche ich ihr alles Gute."
Den Gastvortrag "Social Sponsoring - wenn Menschen Menschen helfen" hielt die Publizistin Maria von Welser, die der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg seit langem verbunden ist.
Höhepunkt der Veranstaltung, die durch die Hamburger Kunsthalle und die Kunsthallen Gastronomie Betriebe unterstützt wurde, war eine Führung durch die Max-Liebermann-Ausstellung. Danach klang der Abend bei Kartoffelsalat und Würstchen und Hamburger Roter Grütze mit vielen interessanten und anregenden Gesprächen aus.
In diesen fünf Jahren sind in Deutschland rund 9.000 Kinder an Krebs erkrankt. 18.000 Eltern, 36.000 Großeltern, tausende Geschwister haben mit den kleinen Patienten gebangt und gekämpft. Wir vom Kinderkrebs-Zentrum Hamburg kämpfen mit ihnen. Unsere Forschung soll helfen, aus kranken Kindern und verängstigten Familien wieder gesunde, glückliche Menschen zu machen.
Bei allen, die uns bei dieser Arbeit unterstützt haben und weiter unterstützen, wollen wir uns nun gerne bedanken und haben unsere Spender, Paten und Kooperationspartner am 8. Dezember um 17.30 Uhr zu einem Festakt im Rahmen der Max Liebermann Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle eingeladen.
Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft und Mitglied im Kuratorium der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg: "Was das Institut zur Krebserforschung für Kinder in unserer Stadt leistet , ist beachtlich. Es geht neue, viel versprechende Wege, die Entstehung der Krankheit besser zu verstehen und damit auch erfolgreicher zu behandeln. Umso herzlicher gratuliere ich der Einrichtung, die von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. ins Leben gerufen wurde, zum fünfjährigen Jubiläum. Für die Zukunft wünsche ich ihr alles Gute.
Den Gastvortrag "Social Sponsoring - wenn Menschen Menschen helfen" hält die Publizistin Maria von Welser, die der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg seit langem verbunden ist. Sie sagt: "Ohne diese wunderbare Arbeit des Forschungszentrums und der Menschen dort würde es den kleinen Krebspatienten sehr viel schlechter gehen."
Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Hamburger Kunsthalle und die Kunsthallen Gastronomie Betriebe.
1.800 Kinder erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. 70 Prozent können heute geheilt werden. Doch die Behandlung ist oft mit gavierenden Nebenwirkungen und Spätfolgen verbunden. Mehr als jedes vierte an Krebs erkrankte Kind verliert den Kampf.
Damit sich daran grundlegend etwas verändert, wurde vor fünf Jahre das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg gegründet. Hier werden die molekularen Entstehungsmechanismen der Krebserkrankungen bei Kindern erforscht, um neue Ansätze für bessere und gezieltere Therapien zu entwickeln. Spenden, Patenschaften und privates Engagement ermöglichten innerhalb kürzester Zeit den erfolgreichen Aufbau dieser einzigartigen Einrichtung. Heute ist das junge Institut, das von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet wird und eng mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie dem Heinrich-Pette-Institut (HPI) zusammenarbeitet, gut in das wissenschaftliche Umfeld integriert und kann bereits nach nur fünf Jahren 42 % seiner Projektkosten aus kompetitiv eingeworbenen Drittmitteln (Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutsche Krebshilfe, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Europäische Union (EU) u.a.) decken.
Prof. Dr. Reinhard Schneppenheim, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: "Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Forschung, die durch das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg ermöglicht wird, bildet den optimalen Rahmen für eine schnelle und zielorientierte Übersetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Dieses kommt allen krebskranken Kindern zu Gute und stärkt den Wissenschaftsstandort Hamburg."
Ansprechpartnerin im Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg:
Susanne Barkman,
Tel: 040 / 426051212
email: barkmann(at)kinderkrebs-forschung.de
Internet: www.kinderkrebs-forschung.de
Dr. Thomas Sternsdorf arbeitet am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg an der Akuten Promyelozyten Leukämie (APL) und verwendet diese relativ gut untersuchte Form der Leukämie als Modellerkrankung, um die Prozesse der Leukämie-Entstehung besser zu verstehen.
Die Akute Promyelozyten Leukämie (APL) ist eine maligne Erkrankung des Knochenmarks. Sie wird bei ca. 10% aller akuten myeloiden Leukämien diagnostiziert. 95% dieser APL Patienten tragen eine spezifische reziproke Chromosomale Translokation t(15;17), die zur Fusion der Genorte des PML und des RARa Gens führt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das leukämieauslösende PML/ RARa-Fusionsprotein funktionell zu untersuchen. Durch gezielte Mutagenese des Onkoproteins PML-RARa versuchen Dr. Thomas Sternsdorf und seine Gruppe zu bestimmen, welche molekularen Eigenschaften des APL auslösenden Onkoproteins ausreichend und notwendig für den proliferationsverstärkenden Effekt sind und welche zellulären Prozesse durch das Onkoprotein manipuliert werden. Dazu soll ein ex-vivo Immortalisierungs-Test genutzt werden, der nicht nur eine große Zeitersparnis im Versuchsablauf bedeuten würde sondern vor allen Dingen auch das Aufkommen an Tierversuchen deutlich reduzieren würde.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte Dr. Thomas Sternsdorf nun 186.000 Euro für eine Doktorandenstelle für 3 Jahre und entsprechende Sachmittel im Projekt „Analysis of the funtional properties of the Acute Leukemia oncogene PML/ RARa using a novel ex-vivo assay system“.
Kontakt: Dr. Thomas Sternsdorf (sternsdorf(at)kinderkrebs-forschung.de)
Ein wesentliches Merkmal der Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL) des Kindesalters sind Veränderungen des Chromosomensatzes. Während unter normalen Bedingungen jedes der 23 Chromosomen in den Körperzellen des Menschen in zweifacher Kopie vorliegt, enthalten leukämische Lymphoblasten einzelne oder mehrere Chromosomen in drei- bis vierfacher oder nur einfacher Zahl.
Auf diese Weise kann eine Vielzahl unterschiedlicher in den Genen gespeicherter Merkmale durch Veränderungen ihrer Gen-Dosis in leukämischen Zellen betroffen sein. Es entsteht eine in ihrer Komplexität nicht mehr zu überschauende Störung des zellulären Gleichgewichts, die grundlegend zur Krebsentstehung und -Ausbreitung beitragen kann.
Es ist weitgehend unbekannt, wie es zu diesen numerischen Chromosomen-Veränderungen kommt, doch Störungen der Zellteilung dürften die Grundlage bilden. In umfangreichen Voruntersuchungen konnten wir einen übergeordneten Regulationsfaktor der Zellteilung identifizieren, dessen Aktivität infolge eines Gen-Verlustes in unterschiedlichen Subtypen der ALL verringert oder gänzlich erloschen war. Nun wollen wir die Mechanismen identifizieren, die zur Störung der Zellteilung in Lymphoblasten führen können, und ihre Bedeutung bei der Entstehung von Leukämien studieren.
Aufgrund der überzeugenden Ergebnisse, die am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg bisher erarbeitet wurden, bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt knapp 240.000 €, um das Projekt in Zusammenarbeit mit Dr. Jan Ellenberg vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL, Heidelberg) in Hamburg weiter auszubauen.
Ziel der Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates (WB) war es, die Gesamtentwicklung des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg zu bewerten und Empfehlungen für die nächste Förderperiode abzugeben. Sehr beeindruckt war der WB von dem schnellen Wachstum des Forschungsinstituts. Er sprach dem wissenschaftlichen Leiter, Prof. Dr. Horstmann, und seinen Mitarbeitern für den raschen Fortschritt der Projekte und dem damit verbundenen Anstieg in der Drittmittelfinanzierung seine Anerkennung aus und gratulierte ausdrücklich der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V., die durch ihre Anschubfinanzierung diese erfolgreiche Entwicklung ermöglicht hat.
Als besondere Chance bewertete der WB die Einrichtung des neuen Schwerpunkts Hirntumorforschung im Zusammenhang mit der klinischen Therapieoptimierungsstudie HIT 2000, die ihren Studiensitz in Hamburg hat. Der WB teilt die Ansicht der Geschäftsführung, dass die Auswahl eines erfahrenen Arbeitsgruppenleiters für den Erfolg des Projektes entscheidend sein wird und hier Zielstrebigkeit aber auch Geduld bei der Suche belohnt werden wird.
Abschließend wurde angeregt, den Wissenschaftlichen Beirat um mindestens ein weiteres Mitglied zu erweitern.
Dem WB gehören Prof. Dr. Reinhard Schneppenheim, Direktor der Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, als Vorsitzender an, sowie Prof. Dr. Heinrich Kovar, Wissenschaftlicher Direktor des Children's Cancer Research Institute (CCRI), Wien, und Prof. Dr. Karl Welte, ehemaliger Leiter der Abteilung Kinderheilkunde, Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover und jetzt Inhaber der Niedersachsen-Professur für Molekulare Hämatopoese.
Mehr als 60 Hochschulen, Forschungsinstitute und andere wissenschaftliche Einrichtungen beteiligen sich mit rund 650 Aktionen. Auch das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg ist wieder dabei und öffnet von 17 - 24 Uhr für interessierte Besucher seine Labore.
Tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Welt der Molekularbiologie und werden Sie Krebsforscher für eine Nacht. Wenden Sie selber molekularbiologische Labortechniken an und erfahren Sie, wie diese Techniken in der Krebsforschung genutzt werden. Identifizieren Sie Leukämiezellen anhand von Knochenmarkausstrichen, isolieren Sie DNA, den Grundbaustein des Lebens, und lernen Sie die faszinierende Welt der Fluoreszenzmikroskopie kennen, die Ihnen ganz neue Einblicke in die menschliche Zelle bietet. Die Wissenschaftler des Forschungsinstitutes Kinderkrebs-Zentrum Hamburg stehen Ihnen dabei die ganze Nacht mit Informationen und für Fragen zur Seite.
Gemeinsam mit dem Heinrich-Pette-Institut (im gleichen Gebäude) und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (auf dem benachbarten Gelände) wird in der Nacht des Wissens für alle Altersstufen ein spannendes Programm rund um die Themen Molekularbiologie und Medizin angeboten. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.
Erstmalig ist die Nacht des Wissens eintrittsfrei. Ein Netz aus Shuttle-Bussen des HVV schafft den Anschluss an die übrigen Veranstaltungsorte. Auf dem UKE-Gelände steht der Klinik-Shuttle-Service zur Verfügung.
Das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg widmet sich der Erforschung der molekularen Grundlagen von Krebserkrankungen und seltenen Bluterkrankungen bei Kindern, um aus den Erkenntnissen neue, gezielte Behandlungsansätze zu entwickeln.
Das Institut wird über eine gemeinnützige GmbH von der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. betrieben und finanziert sich aus Spenden und durch öffentliche und private Drittmittelgeber.
Weitere Informationen unter www.kinderkrebs-forschung.de und www.nachtdeswissens.de
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Susanne Barkmann
Tel. 040/426051212
e-Mail: barkmann(at)kinderkrebs-forschung.de
Spendenkonto:
EDEKABANK
Konto-Nr. 4 154 126 001
BLZ 200 907 00
Mit diesen Fördermitteln ist es uns möglich die Arbeitsgruppe "Kommunikation von Krebszellen" um eine Techniker-Stelle und Sachmitteln zu erweitern und die Forschung innerhalb dieses Arbeitsschwerpunktes auf solide Tumore auszudehnen.