Die häufigste bösartige Erkrankung im Kindesalter ist die akute lymphatische Leukämie (ALL). Das Erfolgsmodell der Leukämietherapie stagniert, denn es fehlen innovative Behandlungsstrategien, die weniger belastend sind und zu einer weiteren Steigerung der Heilungsrate beitragen könnten.
Das Studium der normalen Lymphozytenentwicklung hilft uns, zu verstehen, wie die ALL entsteht. Wir untersuchen die biologische Differenzierung der Lymphopoese im Kontext ihrer natürlichen zellulären Umgebung, um die kritischen Reaktionswege zu entdecken, die die Leukämogenese bestimmen.
Unsere Studien umfassen Untersuchungen zur Identität einer postulierten leukämischen Stammzelle, zu mechanistischen Modellen des Maturationsarrests und zu Störungen der zellulären Kommunikation, das heißt der Signalaufnahme, - weiterleitung und – verarbeitung.
Unsere translationelle Leukämieforschung richtet sich auf bioinformatische Risikomodelle, die uns präzise Vorhersagen über die Rezidivwahrscheinlichkeit oder das Therapieansprechen einer Leukämie ermöglichen sollen. Diese Studien beruhen auf integrierten Analysen der Transkriptom – und Phosphoproteomsignatur leukämischer Zellen.