Rapid and precise analysis of high risk leukemia by high-throughput DNA-sequencing for individualized diagnosis and therapy

 

Die Anheftung von Zuckeresten an Zelloberflächenproteine, die Glykosylierung, spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation vieler biologischer Prozesse wie z.B. der Zellproliferation, Interaktion zwischen Zellen und Signaltransduktion. Veränderungen in der Glykosylierung werden regelmäßig bei unterschiedlichen Tumoren beobachtet und können damit nicht nur zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden, sondern zukünftig auch neue, therapeutische Angriffsziele darstellen. Der spezifische Nachweis von Zuckerstrukturen in Geweben, insbesondere nach routinemäßiger Fixierung der Gewebe in Formalin und Einbettung in Paraffin ist nicht trivial. Zur Erforschung und Etablierung optimierter, Glykan-spezifischer Färbeverfahren werden der AG Nollau im Rahmen des BMBF-Projektes GlyCAN mit dem Titel "KMU-innovativ 15: Histochemische Anwendung rekombinanter, humaner Glykorezeptoren der Mustererkennung zum Nachweis ihrer Liganden in Formalin-fixierten Gewebeschnitten" 336.203 Euro zur Verfügung gestellt.
GlyCAN wird als Gemeinschaftsprojekt in enger Kooperation mit Prof. Dr. Axel Niendorf, Pathologie Hamburg-West durchgeführt und beruht, im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren, auf dem Einsatz endogen exprimierter, humaner Glykorezeptoren, die als Sonden für die spezifische Detektion von Glykanstrukturen eingesetzt werden. Die Projektpartner erhoffen sich im Rahmen  der dreijährigen Förderperiode eine vollkommen neue, auf Glykorezeptoren basierende, analytische Plattform zum spezifischen Nachweis von Zuckerstrukturen auf Tumorgewebeschnitten etablieren zu können.