Neue Stiftungsprofessur für Molekulare Pädiatrische Neuroonkolgie zum 10jährigen Jubiläum am Forschungsinstitut

 

Hamburg (22.09.2016) – Eine Krebserkrankung trifft in Deutschland jährlich 2000 Kinder unter 18 Jahren! Häufige Krebsarten betreffen das Blut, das Gehirn und das Lymphgewebe. Die Hirntumoren sind die zweithäufigste Krebsart bei Kindern und Jugendlichen und die Erkrankung mit den häufigsten Todesfallen. Während insgesamt bis zu 80% der jungen Krebspatienten geheilt werden konnen, liegt die Überlebensrate von Patienten mit kindlichen Hirntumoren nur bei 71%. Es besteht somit ein großer Bedarf für weitere Verbesserungen der Diagnostik und Therapie, die nur über molekulare Forschung erreicht werden können.

Das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, das am 1. Oktober 2016 sein 10-jähriges Jubiläum feiert, konnte in den letzten Jahren viele Forschungserfolge zum Beispiel bei der Entstehung, Ursachen und Therapien von kindlichen Leukämien, sowie im Bereich der Stammzelltransplantation verzeichnen. Dank der neu geschaffenen Stiftungsprofessur „Molekulare Pädiatrische Neuroonkologie“ geht Prof. Dr. Ulrich Schüller jetzt der Frage nach, wie genau kindliche Hirntumoren entstehen, welche molekularen Mechanismen hierfür hauptverantwortlich sind, und wo sich am besten therapeutisch eingreifen lässt. Ulrich Schüller war zuletzt als Oberarzt mit eigener Forschungsgruppe am Zentrum für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig. In Hamburg bieten sich ihm nun ausgezeichnete Kooperationsmöglichkeiten mit den internationalen HIT-MED Therapieoptimierungsstudien für Kinder mit Hirntumoren. Diese werden von Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Direktor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), geleitet. „Kindliche Hirntumoren entstehen letztlich als Resultat von Fehlsteuerungen während der Gehirnentwicklung. Es gilt daher auch, die Entwicklung des zentralen Nervensystems so gut als möglich zu verstehen, um Ursprung, Wachstum und Therapiemöglichkeiten der Tumoren identifizieren zu können“, so Schüller. „Im täglichen Alltag ist die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstitut und Klinik somit optimal, denn die neuropathologische Expertise ergänzt sich ideal mit der pädiatrischen Expertise, die Therapien anzupassen.“

Interviewpartner:

Prof. Dr. Martin Horstmann, Wissenschaftlicher Leiter Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg
Prof. Dr. Ulrich Schüller, Arbeitsgruppenleiter Forschungsinstitut und
Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Direktor Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie stehen für Interviews zur Verfügung.
Bitte vereinbaren Sie einen Termin!

Anlässlich ihrer Berufungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf laden Prof. Dr. med. Ulrich Schüller und Prof. Dr. med. Stefan Rutkowski zu ihren Antrittsvorlesungen :

Am 30.September 2016 ab 15 Uhr im Erika-Haus auf dem Klinikgelände, Gebäude W29, Martinistraße 29, Hamburg