Deutsche Krebshilfe bewilligt 162.400 Euro für die Leukämieforschung

In dem für zwei Jahre geförderten Projekt will Dr. Thomas Sternsdorf die Rolle der Histon-Variante H3.3 in der zellulären Seneszenz, einem etablierten zelleigenen Antitumor-Mechanismus, untersuchen.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Sternsdorf befasst sich mit der Erforschung von molekularen Prozessen, die während der Leukämieentstehung ablaufen. Hierzu wird eine gut verstandene Leukämie, die akute Promyelozytenleukämie (APL) als Modellerkrankung verwendet. Sternsdorf und seine Mitarbeiter konnten zeigen, dass das APL auslösende Onkoprotein PML-RARα den Einbau der Histonvariante H3.3 stört und damit einen zellulären Schutzmechanismus, die sogenannte „zelluläre Seneszenz“ (Zellalterung), inaktiviert und die Leukämieentstehung befördert. (Korf et al, PNAS, 2015)

Mit den nun bewilligten Fördermitteln soll der diesem Prozess zugrunde liegende Mechanismus näher untersucht werden, um  Schlüsselfaktoren in der Seneszenzinduktion zu identifizieren. Diese können zur Entwicklung von neuen Therapien beitragen.